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Antihelden Nachdem wir zwei Monate lang die Superhelden gefeiert haben, widmen wir uns nun auch den Außenseitern, Einzelkämpfern und verkrachten Existenzen. In diesem Zusammenhang auch wieder mit dabei: Berlin Calling und Empire St. Pauli. Darüber hinaus hat Bizarre Cinema in einer Sonderveranstaltung u.a. einen Überraschungshelden am Start, auf den die Begriffe Außenseiter und Einzelkämpfer wunderbar zutreffen. Und als ob dies nicht genug wäre, eröffnen wir in diesem Monat in Kooperation mit der Kurverwaltung St. Pauli die Reihe "Heimatfilme auf St. Pauli" - selten gezeigte und durch aufwendige Recherche geborgene St. Pauli-Klassiker. Das Programm: Wendy and Lucy
Donnerstag | 02. September, 20:00 Uhr |
Der Boxprinz
Donnerstag | 02. September, 22:00 Uhr |
Kreativnacht St. Pauli: Satirische Lesung - C. Bartz
Freitag | 03. September, 18:30 Uhr |
Kreativnacht St. Pauli: Bingo-Gala mit den sekt bingo ultras
Freitag | 03. September, 20:00 Uhr |
Wendy and Lucy
Samstag | 04. September, 20:00 Uhr |
Q-Movie Bar präsentiert: Prinz in Hölleland
Samstag | 04. September, 22:00 Uhr |
00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter
Sonntag | 05. September, 19:00 Uhr |
Der Boxprinz
Sonntag | 05. September, 21:00 Uhr |
Wendy and Lucy
Donnerstag | 09. September, 20:00 Uhr |
00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter
Donnerstag | 09. September, 22:00 Uhr |
Der Boxprinz
Samstag | 11. September, 20:00 Uhr |
Berlin Calling
Samstag | 11. September, 22:00 Uhr |
Hermes Phettberg, Elender
Sonntag | 12. September, 19:00 Uhr |
00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter
Sonntag | 12. September, 21:00 Uhr |
Hermes Phettberg, Elender
Donnerstag | 16. September, 20:00 Uhr |
Wendy and Lucy
Donnerstag | 16. September, 22:00 Uhr |
Heimatfilme auf St. Pauli - Die Verruchten Jahre
Samstag | 18. September, 20:00 Uhr |
Empire St. Pauli - Von Perlenketten und Platzverweisen
Sonntag | 19. September, 19:00 Uhr |
Hermes Phettberg, Elender
Sonntag | 19. September, 21:00 Uhr |
Der Boxprinz
Donnerstag | 23. September, 20:00 Uhr |
Hermes Phettberg, Elender
Donnerstag | 23. September, 22:00 Uhr |
Bizarre Cinema Spezial: Das Handwerk des Tötens
Samstag | 25. September, 20:00 Uhr |
00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter
Sonntag | 26. September, 19:00 Uhr |
Wendy and Lucy
Sonntag | 26. September, 21:00 Uhr |
Empire St. Pauli - Von Perlenketten und Platzverweisen
Donnerstag | 30. September, 20:00 Uhr |
Berlin Calling
Donnerstag | 30. September, 22:00 Uhr |
Die Filme im Einzelnen:
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| Wendy and Lucy |
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USA, 2008, 80 min, 35mm, OmU
Regie: Kelly Reichardt Darsteller: Michelle Williams
Wendy hat nicht mehr als ein paar Dollar in der Tasche. Zusammen mit ihrer Hündin Lucy wohnt sie in einem alten Honda, der sie nach Alaska bringen soll, wo sie auf einen Job in einer Fischfabrik hofft. Doch mitten im Nirgendwo gibt das Auto seinen Geist auf, was sich für Wendy als Beginn einer großen Pechsträhne erweist. Amerikanischer Independentfilm über eine Außenseiterin der Gesellschaft, die ungewollt den sozialen Abstieg und die damit einhergehende soziale Ausgrenzung erfährt.
Vorfilm: Hundeleben
Kasachstan/D 2004, 7 Min, 35mm, OmU, Regie: Veit Helmer
Ein obdachloser Junge läuft über einen Markt. Er klaut zwei Würste, zwei Teller und eine Kerze, und zieht damit ganz gewaltigen Ärger der Budenbesitzer auf sich.
Donnerstag, 02. September, 20:00 Uhr Samstag, 04. September, 20:00 Uhr
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| Der Boxprinz |
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D, 1999, 100 min, 35mm
Regie: Gerd Kroske
Der Film dokumentiert das Boxer-Milieu der 60er und 70er Jahre, in denen der Boxer Norbert Grupe ein umstrittener Star war. Durch seinen skandalträchtigen Boxstil und seine Verwicklungen im kriminellen Milieu von St. Pauli wurde er bewundert und gefürchtet zugleich. Sein Leben schwankte zwischen Glamour, Gewalt, kriminellen Aktivitäten und dem völligen Ruin. Ein Porträt über den "Prinzen von Homburg".
Vorfilm: 2 Minute Warning
England 2000, 2 Min, 35mm, OF, Regie: Suzie Halewood
Ein Anti-Kino-Film, gemacht um Lärm-Junkies vor dem Hauptfilm zur Ruhe zu bringen ... oder sonst.
Donnerstag, 02. September, 22:00 Uhr Sonntag, 05. September, 21:00 Uhr
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| Kreativnacht St. Pauli: Satirische Lesung - C. Bartz |
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Mit Kurzgeschichten, die quasi das Leben genau so in schöner hätte schreiben können.
Freitag, 03. September, 18:30 Uhr
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| Kreativnacht St. Pauli: Bingo-Gala mit den sekt bingo ultras |
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We're the kids in the bingo bar! Punk-Rock-Gniedel-Girl-Boy-Garage-Jingles und eine Bingo-Maschine. Dazu: 76 lucky numbers, Bingo-Lose für alle, und die Gewinne erst! This is a movement, not a game.
www.sekt-bingo-ultras.de
Freitag, 03. September, 20:00 Uhr
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| Q-Movie Bar präsentiert: Prinz in Hölleland |
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D, 1993, 90 min
Regie: Michael Stock Darsteller: Michael Stock, Stefan Laarmann, Andreas Stadler
Der Film Prinz in Hölleland entstand nach dem Fall der Mauer als alternatives Filmprojekt einiger Bewohner einer Wagenburg im Berliner Stadtteil Kreuzberg, die auch als Darsteller fungierten. Der Film zeichnet sich aus durch geschickte Improvisation und die realistische Darstellung der alternativen Subkultur Kreuzbergs zu Anfang der 1990er Jahre, in die die Handlung eingebettet ist. Laut Angaben des Regisseurs haben er und seine Mitbewohner ihr Leben mehr oder weniger einfach "abgefilmt".
Die Handlung des Films ist eine Verschränkung der Erzählung des Narren Firlefanz, der mit seinem Puppentheater am Kottbusser Tor das Märchen vom schönen Prinzen und dem tapferen Müllersburschen einem aufmerksamem Publikum darbietet, und der Erlebnisse, die drei Bewohner einer Kreuzberger Wagenburg im Spannungsfeld von Drogen, Sex, schwuler Punkkneipenkultur ("Café Anal") und Gewalt erleben.
Samstag, 04. September, 22:00 Uhr
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| 00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter |
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D, 1994, 90 min, 35mm
Regie: Helge Schneider Buch: Brötchen Kamera: Christoph Schlingensief Darsteller: Helge Schneider, Helmut Körschgen, Werner Abrolat, Andreas Kunze
Der Clown Bratislav Metulskie ist tot und der großartige Komissar 00 Schneider (Helge Schneider) muss trotz Ruhestand den äußerst kniffligen Fall lösen. Bald gerät der einsame Kunstsammler Nihil Baxter (Helge Schneider) unter Verdacht. Das ist zwar im Groben die Handlung, spielt aber eigentlich gar keine Rolle. Wichtig ist vor allem das dazwischen: unvergessene Evergreens der internationalen Witzkunst, 90 Minuten Feuerwerk des abstrusen Humors vom Feinsten. Und das ist der Pillemann!
Vorfilm: Grundig Super Stereo
D 2004, 2 Min., 35mm, Regie: Klaus Hammerlindl, Sami Haidar
Mein alter Kinder-Kassettenrekorder hat einen Schalter, mit dem man auf Super-Stereo umschalten kann. Eine Klanginstallation der besonderen Art.
Sonntag, 05. September, 19:00 Uhr
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| Berlin Calling |
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D, 2008, 105 min, 35mm
Regie: Hannes Stöhr
DJ Ickarus macht Techno, lebt Techno und schmeißt alle mögliche Substanzen. Er hetzt von einem Gig zum nächsten und schraubt zwischen Berlin, Paris und irgendeiner Insel an seinem neuen Album. Er fliegt hoch und schnell. Kaum hat der Film angefangen, landet Ickarus auch schon in einer Nervenklinik - er hatte sich ein bisschen viel zugemutet. Der Szeneriewechsel gibt ihm aber die nötige, andere Sicht auf die Welt um ihn herum und auf sich selbst.
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| Hermes Phettberg, Elender |
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Österreich, 2007, 85 min, 35mm
Buch & Regie: Kurt Palm Darsteller: Sandra Maischberger, Harald Schmidt, Helge Schneider, Elfriede Jelinek
In Deutschland ist der in Wien lebende Hermes Phettberg vor allem aus der seinerzeit (1995/96) auf 3sat ausgestrahlten Talkshow "Phettbergs Nette Leit Show" bekannt. Der 58jährige Autor, Performer und Aktionist ist obsessiv, fett (170 Kilo), fetthaarig, radikal, gezeichnet von mehreren Schlaganfällen. Er inszeniert sich künstlerisch halbnackt, gefesselt und devot, schreibt seit '91 seine Kolumne "Phettbergs Predigtdienst" in der Wiener Stadtzeitung "Falter". Der Filmemacher Kurt Palm kennt Phettberg seit 20 Jahren. Der Leitfaden des Films ist das 15 stündige Gespräch, das in Hermes Wohnung geführt wurde. Zahlreiche Ausschnitte Filmaufnahmen (Video und Super8) von Aktionen und aus seinen Fernsehauftritten zeichnen das bisherige Leben eines Elenden, eines sanften, poetisch verzweifelten Menschen nach. Auch das ist Österreich.
Vorfilm: Tomatenköpfe
Österreich 2001, 6 Min., 35mm, Regie: Paul Horn, Harald Hund
Ein Tag im Leben der Familie Meiberger.
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| Heimatfilme auf St. Pauli - Die Verruchten Jahre |
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Eröffnungsgala zum Programmstart
in Kooperation mit der Kurverwaltung St. Pauli
Der St. Pauli Film der 60er und 70er Jahre hatte sich vom angestaubten Seefahrer-Image seiner Vorgänger gelöst und widmete sich von da an der Milieustudie rund um die Sündenmeile zwischen Rotlichtbezirk und Kriminalität. Diese Epoche brachte einiges an skurrilen und leider viel zu selten gezeigten filmischen Perlen hervor, welchen wir uns ab sofort einmal im Monat widmen wollen. Den Beginn dieses Programms feiern wir mit gleich zwei dieser kuriosen Ausstöße deutscher Kriminalfilmkunst. Das Ganze geschieht in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung St. Pauli, welche eigens dazu Stadteilrundgänge in die halbseidene Unterwelt des Kiezes organisiert (17.00 Uhr, Treffpunkt U-Bahn St. Pauli, Kosten: 10 Euro pro Person. Anmeldung und Nachfragen: 040 - 317 90 747).
Zinksärge für die Goldjungen
D 1973, 87 Min., 35mm, Regie: Jürgen Roland, mit Herbert Fleischmann, Henry Silva u. Horst Janson
Aufruhr in der Hamburger Unterwelt: Luca Messina (Henry Silva) ein
New Yorker Gangsterboss siedelt nach Hamburg über, um dem angestammten
Mafiachef Otto Westermeyer (Herbert Fleischmann) das
Business streitig zu machen.
Perrak (aka "Inspektor Perrak greift ein")
D 1970, 84 Min., 35mm, Regie: Alfred Vohrer, mit Horst Tappert, Erika Pluhar, Judy Winter und Werner Peters
Kommissar Perrak (Horst Tappert) ermittelt im Fall eines Transvestitenmordes und wird dabei auf ein Edelbordell aufmerksam, in dem der Unterweltboss Kaminski (Hubert Suschka) seine dunklen Geschäfte treibt.
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| Empire St. Pauli - Von Perlenketten und Platzverweisen |
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D, 2009, 85 min
Regie: Irene Bude, Olaf Sobczak
Der Dokumentarfilm Empire St. Pauli geht der Frage nach, wie sich Gentrifizierung im dem "Szene-Viertel" manifestiert. Die unterschiedlichsten Bewohner und Nicht-Bewohner, vom Großinvestor über den Künstler bis zum Sozialarbeiter, erläutern ihre Sicht auf den Wandel des Stadtteils.
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| Bizarre Cinema Spezial: Das Handwerk des Tötens |
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Eine Einführung in den Nahkampf + Überraschungsfilm
Es gibt sie wirklich. Jede Armee hat ihre Spezialeinheiten, deren Mitglieder militärischen Nahkampf trainieren und lernen, den Gegner rasch und rücksichtslos zu töten. Staatlich ausgebildete Killer sind keine Fiktion, aber in der Wirklichkeit wird ein Mantel des Schweigens über ihnen ausgebreitet. Daher können wir nur in der Fiktion mehr über sie und ihr tödliches Handwerk erfahren.
Bizarre Cinema lädt ein zu einem bunten Potpourri durchschnittener Kehlen, gebrochener Genicke und zerschlagener Schädel. Eine Zusammenstellung unserer Lieblingsleinwandkämpfe stimmt ein auf eine ganz spezielle Ikone der Einzelkämpfer, von der die Ausbilder jetzt immer sagen müssen, dass sie genau solche Leute nicht gebrauchen können: John R. zeigt uns wie man kämpft und gewinnt.
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